Interview mit der Marketing & Public Relations Managerin Uyen Quynh Thach-Tichatschke

Interview mit der Marketing & Public Relations Managerin Uyen Quynh Thach-Tichatschke

Foto: Uyen Quynh Thach-Tichatschke

Von Anfang an, waren Baker & Company stark im Bereich Werbung, Marketing und Unternehmenskommunikation unterwegs.
Was sollen wir sagen, wir lieben diese Inhalte!
Deswegen liegt es auf der Hand, dass wir die Aufträge der inhabergeführten Münchner Werbeagentur ISARNAUTEN mit Handkuss annehmen, die Kommunikationsspezialisten haben immer spannenden Content.
Wir haben uns für dieses Interview die Social Media Kampagne herausgesucht, die sie im Auftrag für das Goethe-Institutes Mexiko über einen Zeitraum von drei Jahren umgesetzt haben!

Die Isarnauten haben eine spannende Social Media Video Kampagne in Mexiko für das Goethe Institut produziert. Wie können wir uns das im Einzelnen vorstellen, vor allem was das Drehen vor Ort angeht in Kombination mit vorheriger Kampagnen Planung? (Also in Richtung was kann man planen und wie wird es dann in der Realität umgesetzt)

Einer Social Media-Kampagne geht immer eine gut durchdachte Planung voraus. Dazu gehören unter anderem eine Zielgruppenanalyse und Zieldefinition. Also man muss sich bewusst werden, was man überhaupt mit der Kampagne erreichen will. Zu berücksichtigen sind da etwa soziodemografische Größen wie etwa das Zielgruppenalter oder das Geschlecht sowie deren Interessen und das Nutzungsverhalten auf den Plattformen, sprich – auf welchen Kanälen ist die Zielgruppe unterwegs. Sobald man diese Informationen hat, überlegt man, was diese Zielgruppe interessieren oder ansprechen würde.

Für das Goethe Institut Mexiko haben wir uns für eine Mitmachkampagne mit Bezug zur deutschen Sprache entschieden, die der Zielgruppe Spaß machen sollte.

Gesicht der Kampagne war eine deutsche Rapperin, mit der sich die Zielgruppe leicht identifizieren konnte.

Steht die Idee für die Kampagne, geht es an die klassischen Entwicklungsphasen eines Filmdrehs: man engagiert die Hauptakteure, entwickelt ein Storyboard, legt die Bildsprache und Texte fest. Beim Dreh ist es wichtig, möglichst viel Material zu produzieren, aus denen später potenzielle Haupt- und Reminder-Post entstehen können, die der Community die Kampagne immer wieder ins Gedächtnis ruft.

In jedem Schritt binden wir den Kunden mit ein, der beim Entstehen der Kampagne mitwirkt.

Unsere Agentur berät von der Zielgruppenanalyse, Zieldefinition bis hin zur Realisierung der Kampagne und das Posting auf den Netzwerken.

Wann ist generell Social Media Video Kampagne die richtige Wahl für eine Institution oder Unternehmen?

Eine Videokampagne ist das Mittel der Wahl je nach Größe des Unternehmens, dessen Zielsetzung und natürlich dessen Budget, um ein Produkt oder ein Thema zu pushen.

Die Verbindung von Bewegtbild und Text ist die stärkste Ausdrucksform, die zurzeit möglich ist.

Das Konzept muss hierfür gut durchdacht sein, um nicht in „Noise“, dem kontinuierlichen „Grundrauschen“ der vielen Posts einer Plattform unterzugehen.

Social Media ist aus der heutigen Gesellschaft und auch Werbebranche nicht mehr wegzudenken, Ihre Dos und Dont´s für Anfänger?

Unternehmen, die bisher noch wenig Erfahrung im Social Media Marketing gesammelt haben, sollten sich als erstes eine professionelle Beratung einholen. Wahlloses Posten kann dem Image eines Unternehmens sogar schaden. Dos sind von daher eine gut überlegte Strategie, ein professioneller Profilauftritt, Kontinuierlichkeit und eine gewisses Maß an Flexibilität, da die Entwicklungen im Social Media-Segment sehr dynamisch verlaufen.

 

Ein Don’t ist, das Thema Social Media für Unternehmen nicht ernst zu nehmen.

Es gibt Unternehmen, die zwar einen Social Media Auftritt haben, aber einen „Praktikanten“ oder einen ungeschulten Mitarbeiter dransetzen, weil sie selber mit Social Media nichts am Hut haben und es für eine Sache der „Jüngeren Generation“ halten. Inhalte werden unter Umständen unkontrolliert veröffentlicht, so dass ein unprofessioneller Auftritt oder unprofessionelles Krisenmanagement im Worst Case sogar einen Shitstorm auslösen kann.

Es gibt aber auch einige große Firmen, die Social Media für sich entdeckt haben und ihren Nutzen daraus ziehen.

So der CEO des Pharma-Riesen Novartis Vasant Narasimhan. Er ist auf den sozialen Netzwerken sehr aktiv nutzt dessen Vorteile. Neulich sagte er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung „Interne und externe soziale Netzwerke sind sehr wichtig bei der Kommunikation. Es sind sehr mächtige Instrumente, um die Organisation zu mobilisieren und um den (Unternehmens-)Kulturwandel zu visualisieren.“ Unternehmen können das Thema Social Media Marketing als großartige Chance sehen, um Kunden und Publikum auf digitalem Wege zu erreichen

 

Das Baker & Company Zine bedankt sich bei Uyen Quynh Thach-Tichatschke für das Gespräch


– Uyen Quynh Thach-Tichatschke –

Uyen Quynh Thach-Tichatschke ist Beraterin im Bereich Online Marketing und Public Relations bei der Münchener Werbeagentur ISARNAUTEN. Die Isarnauten beraten in allen Fragen rund um Branding, Online Marketing, Kommunikation, Social Media, Webdesign, Kampagnen-Arbeit, Marketing, Corporate Design, Video und Events.

Mehr Infos unter: www.isarnauten-agentur.de



Zeljko Ratkovic von der Agentur brand.david

Zeljko Ratkovic von der Agentur brand.david

Foto:Geschäftsführer Zeljko Ratkovic

Wir freuen uns sehr, daß wir mit einem unserer langjährigsten Kunden, dem gesellschaftlichen Geschäftsführer Zeljko Ratkovic der Agentur brand.david, unser neues B & C Zine an den Start bringen!

Treue Kunden, langjährige vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen, gemeinsam wachsen … wer wünscht sich das nicht?
Unsere kontinuierliche Zusammenarbeit währt so schon an die 25 Jahre, sie beinhaltet linguistische Tüfteleien und kreatives Fine-Tuning an Headers und Slogans einerseits, sowie gewichtige Geschäftsberichte andererseits.
Und ja, die Zusammenarbeit begann in der frühen Ära des Dialogmarketings.

Als man den Kunden als Individuum entdeckte …

Herr Ratkovic, mein Vater erinnerte sich an die Zeiten als Dialog Marketing in aller Munde war und aus heutiger Sicht wie aus einem anderen Weltzeitalter anmutet. Können Sie uns ein paar Sätze sagen? 

ZR: Das Dialogmarketing hat eine spannende Entwicklung durchgemacht. Als sich die Zeit des Massenmarketings dem Ende zuneigte, entdeckten die Marketingabteilungen den Kunden auf einmal als Individuum. Weil man unter einem starken Einfluss des Sales-Bereichs stand, nannte man das darauf hin neu entwickelte Instrument „Direktmarketing“. Dazu wurde damals alles gezählt, was eine Response-Möglichkeit hatte, vom Coupon über die Antwortkarte bis hin zur Fax- oder Telefonnummer. Was neu war, hat meistens für eine gewisse Zeit einen guten Lauf, bis der Kunde genug hatte, vom „stummen Abverkauf“.

Denn weder die Massenkommunikation noch das Direktmarketing, wollten den Kunden verstehen und auf seine Bedürfnisse eingehen – es ging einzig um sell, sell, sell, das war alles eine Einbahnstraße.

Als die Kunden immer weniger darauf ansprangen, suchten die Marken den Austausch mit ihnen – das war die Geburtsstunde der Dialogkommunikation. Zum ersten Mal gab es eine wechselseitige Beziehung, eben einen echten Dialog. Heute sind viele Möglichkeiten vorhanden, um mit den potenziellen Kunden einen Dialog zu starten oder mit dem bestehenden Kunden im Gespräch zu bleiben. Gerade im digitalen Bereich ermöglichen diverse Instrumente, Tools und Plattformen einen schnellen und effizienten Austausch. Denn Marken müssen heute vielmehr tun, um selbstbewusste Kunden für sich zu gewinnen, als nur Preisschilder in die Höhe zu halten.

Am Ende ist es bei Marken und Unternehmen genauso, wie bei den Menschen: Wer nicht beziehungsfähig ist, findet weder einen großen Freundeskreis noch die große Liebe.

Wenn Sie selbst auf das lange Bestehen ihrer Firma zurücksehen, welche Key Elements machen Ihren Erfolg aus, welche Tipps würden Sie jungen Gründern geben, die in  dieser Branche Fuß fassen und noch wichtiger, in dieser halten und etablieren möchten? 

ZR: Jedes erfolgreiche Unternehmen gründet auf einer Mischung aus Mut, Ideen und einer gehörigen Portion Leidenschaft.

Ohne das innere Feuer und die unbedingte überzeugung das Richtige zu tun, wird man keinen Erfolg haben.

Beim Tagesgeschäft spielt sicher die Teamfähigkeit eine entscheidende Rolle, im Marketing oder bei einer Kommunikationsagentur kommen rund um die Uhr zahllose Informationen zusammen, die es intelligent zu kanalisieren gilt. Dazu müssen diverse Teams koordiniert, auf eine Marke oder eine neue Kampagne eingeschworen werden. Und das nur allzu oft gleichzeitig.

Darum sollten Gründer nach Möglichkeit mit einer raschen Auffassungsgabe, einem Talent die Dinge auf den Punkt zu bringen, aber auch mit einem gerüttelten Maß an sozialer Kompetenz ausgestattet sein.

Außerdem muss man natürlich die fachlichen Anforderungen seines eigenen Kompetenzbereichs par excellence beherrschen, egal ob das nun Kreation, Projektsteuerung, Strategie, Media, Digital oder etwas ganz anderes ist. Neben den fachlichen Qualitäten entscheidet letztlich das Teamplay, in der Agentur, genauso wie extern mit dem Kunden. Eine der entscheidenden Aufgaben für den Unternehmer in der Kommunikationsbranche ist es, für die jeweilige Aufgabe das perfekte Team zusammenzustellen, es zu inspirieren und mit allen nötigen Informationen zu unterstützen.

Wenn das gelingt, dann kommt der Erfolg automatisch.

 

 

Das Baker & Company Zine bedankt sich bei Herrn Ratkovic für das Gespräch


– Zeljko Ratkovic –

ZELJKO RATKOVIC ist geschäftsführender Gesellschafter der Agentur brand.david in München. Davor war der studierte Önologe und Kommunikationsfachmann u. a. als Direktor Beratung bei Rempen & Partner München und als Geschäftsführer der Eventagentur brandarena tätig. Zudem unterrichtete er als Dozent an der BAW München.

BRAND.DAVID versteht sich als Agentur, die Marken unverwechselbar, unübersehbar und unwiderstehlich macht. Mit zielführenden Strategien, durchdachten Konzepten und einer exzellenten Umsetzung schaffen wir identitätsstiftende Kommunikation, die auf kürzestem Weg die Köpfe und Herzen der Zielgruppe erreicht.



Herzlich willkommen

Herzlich willkommen

Wir, das sind Christopher Baker, Inhaber und CEO (Chief Editing Officer) bei Baker & Company. Liebt seine Dobermann Hündin Chiara, grünen Tee und lange Bergwanderungen.

Seine Tochter Esther Harrison, Editor in Chief & Founder des Coeur et Art Magazins. Liebt ihren Kater Elvis, guten Espresso und frühmorgendliches Schwimmen im See.

Man kann also sagen, dass B & C Zine ist eine „Family Affair“ in der Erfahrung (CB) und Kreativität (EH) zusammenkommen.

Was erwartet unsere Leser?

Immer wieder staunen wir selbst über die Fülle der Begegnungen, anregenden Themen und innovativen Entwicklungen in die wir über die langen Jahre des Bestehens von Baker & Company durch unsere Kunden aus allen Bereichen involviert sind und waren.
Die Firmengründung jährt sich heuer zum 35. Mal!
Das hat uns dazu inspiriert, dieses kleine, feine Magazin ins Leben zu rufen.
Wir wollen Ihnen in kurzen, persönlich gehaltenen Interviews unsere Kunden vorstellen und auch den einen oder anderen Blick für Sie hinter die Kulissen werfen.


Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Stöbern!